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Tango ist...
… ein Tanz, der Sehnsucht weckt und eine verlorene Erotik zurückbringt.
Wer denkt nicht an Tango, wenn man von Argentinien spricht? Der Mix aus Lied und Tanz wurden
sowohl von Musik aus dem Land selbst als auch von spanischer, italienischer und kubanischer
Musik beeinflusst. Er entstand gegen Ende des 19. Jahrhunderts als Tanz der Ärmeren
von Buenos Aires.
Gesellschaftsfähig wurde der Tango erst nach einem Umweg über Paris. Nachdem er dort die
Salons erobert hatte, erlebte er als gesungener Tango auch in seiner Heimat Buenos Aires nach
1920 einen Durchbruch. Dazu verhalf ihm insbesondere der 1890 in Toulouse geborene Carlos
Gardel, der unbestrittene "König des Tangos".
Eine zweite Renaissance erlebte der Tango nach einer Zeit der relativen Bedeutungslosigkeit
gegen Mitte des 20. Jahrhunderts mit dem "Avantgarde-Tango". In dieser Zeit wurde der Tango
als eigenständiges Kulturprodukt Argentiniens wiederenteckt und -belebt. Herausragende Figur
war Astor Piazzolla (19-1992), der die Ausdrucksweise des "Tango argentino" modernisierte und
zu anderen Stilrichtungen hin öffnete.
Der Tango ist der wohl erotischste aller Paartänze. Die enge Umarmung der Körper, die Beine
der Frau, die den Mann umtanzen und manchmal auch umschlingen – das hat etwas Anziehendes
und Anzügliches zugleich.
Getanzt wird der Argentinische Tango gewöhnlich in speziellen Tangosalons ("Milongas", nicht
zu verwechseln mit der gleichnamigen Musikrichtung), in denen traditionell drei verschiedene
Arten von Tanzmusik gespielt werden: Tango, Milonga und Vals. Obwohl ein erfahrener Tänzer
diese Musikrichtungen unterschiedlich in Bewegung umsetzen wird, so bleibt die grundlegende
Technik doch dieselbe. Man lernt deshalb nicht drei verschiedene Tänze, sondern nur eine Tanztechnik,
die man je nach Bedarf an die Musik anpasst.
Der Argentinische Tango kennt keine festen oder verabredeten Schrittfolgen, grundsätzlich wird
jeder einzelne Schritt geführt. Diese starke Betonung der Improvisation erfordert von den Tanzenden
ein hohes Maß an Aufmerksamkeit, bietet dafür aber das unvergleichliche Erlebnis einer
höchst abwechlungsreichen und intensiven nonverbalen Kommunikation.
Frankfurt schmachtet im Tango-Takt - Hier können Sie einen Artikel (26.9.08, FNP) über uns lesen. Hier der Tangotanz auf dem Titel von Journal Frankfurt (Mrz. 2010)
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